Ein einziges Blatt Papier kann über den Erfolg eines Buches entscheiden.
Nicht das Cover. Nicht der Titel.
Sondern die wenigen Zeilen, die den Atem anhalten lassen – oder verlieren.
Viele Leser – und Sie gehören sicherlich dazu – greifen instinktiv zum Klappentext, um sich einen ersten Eindruck von Handlung und Autor zu verschaffen.
Das ist kein Zufall. Es ist Psychologie.
Bevor wir Zeit investieren, investieren wir Vertrauen.
Und Vertrauen beginnt mit Worten.
Wer in einer Buchhandlung steht, umgeben von Hunderten von Titeln, führt einen stillen inneren Dialog:
Ist das meine Geschichte? Berührt sie mich? Lohnt sich meine Zeit?
Die kurze Inhaltsangabe auf dem Buchrücken reicht dafür selten aus.
Also wird das Buch gedreht.
Die Klappe geöffnet.
Der Blick sucht nach mehr.
Mehr Tiefe.
Mehr Kontext.
Mehr Gefühl.
Dort erfährt der Leser mehr über die Handlung.
Er begegnet dem Autor als Mensch.
Er entdeckt Stimmen – Lesermeinungen oder literarische Empfehlungen –, die dem Werk bereits Gewicht verleihen.
Der Klappentext ist kein dekorativer Zusatz.
Er ist Ihr stiller Verkäufer.
Ihr erster Botschafter.
Ihr Moment der Wahrheit.
Er bietet Raum – ja.
Aber dieser Raum ist kostbar.
Jede Zeile muss einem klaren Ziel dienen:
Begeistern. Fesseln. Neugierig machen.
Denn am Ende entscheidet der Leser in Sekunden.
Und in diesen Sekunden zählt nicht Information.
Es zählt Emotion.
Mehr als nur der Einband: Die verborgene Magie der Buchklappe
Oft denken wir, dass der Bucheinband nur aus den äußeren Umschlagseiten besteht – also dem, was wir sehen, wenn wir ein Buch in die Hand nehmen. Doch schon beim Aufschlagen und Umblättern zum hinteren Teil der Umschläge stoßen wir auf die Klappen: ein Raum, der für Autoren eine große Chance darstellt.
Hier können Sie sich mit einer kurzen Biografie vorstellen, eine spannende Inhaltsangabe verfassen, die Lust auf mehr macht, oder Leserstimmen einbinden, die Ihr Werk unterstreichen und relevant erscheinen lassen.
Was ist eine Buchklappe und welche Informationen enthält sie?
Wie bereits erwähnt, ist die Buchklappe die seitliche Verlängerung des Umschlags, die nach innen gefaltet wird. Klappen sind typisch für Bücher mit broschierten Einbänden, kommen aber auch bei Hardcover-Büchern vor. Der Unterschied besteht darin, dass bei Hardcover-Büchern aufgrund der Steifigkeit des Kartons oft ein separater Schutzumschlag verwendet wird.
Wie jede andere Komponente eines Buches erfüllen Klappen eine wichtige Funktion: Sie bieten zusätzlichen Platz für Informationen, die über den Buchrücken hinausgehen.
In der Regel findet sich auf dem Buchrücken eine kurze Inhaltsangabe, manchmal auch eine positive Kritik oder einige Zeilen über den Autor. Die Klappe ist jedoch besonders wertvoll, weil sie es ermöglicht, diese Informationen zu vertiefen oder neue Aspekte hinzuzufügen, die auf dem Buchrücken keinen Platz fanden.
Ein beliebtes Design sieht oft so aus:
- Auf dem Buchrücken: die Inhaltsangabe.
- Auf der vorderen Klappe: die Biografie des Autors.
- Auf der hinteren Klappe: Leserstimmen (falls vorhanden), eine zweite Inhaltsangabe, ein Auszug aus dem Buch oder – falls das Werk zu einer Reihe gehört – die Titel der anderen Bände (wie etwa bei den berühmten Vampirromanen von Stephenie Meyer, wo auf der hinteren Klappe Bilder und Titel der weiteren Bände zu finden waren).
Warum Klappentext aus Verlagssicht empfehlenswert sind
Viele Bücher haben Klappen, wie Sie sicher schon festgestellt haben. Dennoch gibt es auch zahlreiche Bücher ohne Klappen, wie etwa Taschenbücher oder Hardcover-Bücher ohne Schutzumschlag.
Zwar sind Klappen nicht zwingend erforderlich, doch aus verlegerischer Sicht sind sie wirksam. Der dort platzierte Text verfolgt in der Regel ein kommerzielles Ziel: die Verkaufsförderung des Buches. Deshalb sollten auch Autoren, die sich für die Vorteile des Selbstverlags entscheiden, die Möglichkeit von Buchklappen in Betracht ziehen und deren Nutzen für sich entdecken.
Klappentexten können und sollten daher Teil Ihrer Marketingstrategie für Ihr selbstverlegtes Buch sein. Betrachten Sie sie nicht als zusätzlichen Kostenfaktor bei der Drucklegung, sondern vor allem als zusätzlichen Mehrwert, um die Qualität Ihres Werkes und Ihrer Stimme als Autor zu unterstreichen.
Die Ursprünge der Buchklappe in der Buchindustrie
Gab es Buchklappen schon immer? Die Antwort lautet: Nein. Das wirft die Frage auf, was dazu führte, dass sie überhaupt eingeführt wurden – und ob der Grund tatsächlich das Bedürfnis war, mehr über Autor und Werk zu erzählen.
Verlage erkannten zwar schnell den Wert der Buchklappe als zusätzlichen Werberaum, doch ursprünglich hatte sie eine rein strukturelle Funktion.
Bücher mit weichem Einband – bei denen Klappen am häufigsten vorkommen – hatten ein Problem: Das Material der Umschläge war nicht steif genug, was sie anfällig für Beschädigungen machte. Durch die Verlängerung und das Umfalten der Umschlagkanten nach innen entstand eine Art Doppelschicht, die dem Einband mehr Stabilität verlieh. Zudem konnten Leser die Klappe als Lesezeichen nutzen.
Natürlich dauerte es nicht lange, bis man erkannte, dass sich diese strukturelle Funktion noch vielseitiger nutzen ließ.
Wer schreibt den Klappentext eines Buches?
Ob der Autor, der Verlag oder eine andere Person für den Klappentext verantwortlich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Wird das Buch von einem Verlag veröffentlicht, übernimmt oft ein Verantwortlicher des Verlages diese Aufgabe und verleiht dem Text eine kommerzielle Note. Manchmal wird diese Ehre jedoch dem Autor überlassen, der seine eigene Biografie oder eine Inhaltsangabe verfassen darf.
Bei selbstverlegten Büchern bleibt dem Autor meist keine andere Wahl, als den Klappentext selbst zu schreiben.
Selten ist es eine dritte Person, wie etwa ein Kritiker, die den Text verfasst. Eine solche Einladung zur Mitwirkung am Buch erfolgt eher beim Vorwort. Eine Ausnahme bilden Leserstimmen, die jedoch meist nicht speziell für die Buchklappe verfasst, sondern aus bereits veröffentlichten Rezensionen oder Kritiken in Zeitschriften, Blogs oder sozialen Medien entnommen werden.
Wer auch immer den Text verfasst: Es gibt einige allgemeine Empfehlungen für das Verfassen eines Klappentextes:
- Nicht zu ausführlich werden: Obwohl es zusätzlicher Platz ist, bietet die Klappe nicht viel Raum (weniger als eine halbe Seite). Daher gilt es, präzise zu formulieren und viel mit wenig Worten auszudrücken.
- Attraktive Details einbauen, die relevant, interessant oder sogar unterhaltsam sind.
- Immer positiv über Buch und Autor sprechen: Das klingt selbstverständlich, doch es schadet nicht, sich daran zu erinnern, dass alles, was geschrieben wird, eine positive Grundstimmung für die Lektüre schaffen soll.
“Ich glaube, um Schriftsteller zu sein, genügt es, etwas zu sagen zu haben, in eigenen oder fremden Worten.”
– Pio Baroja
Von der Inhaltsangabe zur Biografie: Das Geheimnis überzeugender Klappentext
Inhaltsangabe, Biografie oder Leserstimmen – diese drei Elemente bilden in der Regel den Inhalt der Buchklappe. Welches davon gewählt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt keine universelle Regel, doch wenn Sie Ihr Buch selbst verlegen und unsicher sind, könnten Ihnen diese Richtlinien helfen:
- Die Buchklappe sollte zusätzliche Informationen bieten. Wählen Sie den Inhalt daher danach aus, was bereits auf dem Buchrücken steht.
- Wenn Sie ein Debütautor sind und mit Ihrem ersten Buch auch sich selbst bekannt machen möchten, nutzen Sie die Klappe für eine interessante Biografie, in der Sie über Ihre Ausbildung, Ihre kulturellen Einflüsse, Ihre Schreiberfahrung und was Sie dazu bewegt hat, zu schreiben, berichten.
- Auch als bekannter Autor lohnt es sich, eine Biografie einzubinden, da Leser genau das auf der Buchklappe erwarten.
- Wenn Ihr Buch Teil einer Reihe ist oder Sie bereits andere Werke veröffentlicht haben, fügen Sie die Titel auf der Klappe ein. Gefällt Lesern Ihr Buch, finden sie dort direkt weitere Lektüreempfehlungen.
Haben Sie nun eine klarere Vorstellung, wie Sie den Inhalt Ihrer Buchklappe gestalten können? Dann ist es an der Zeit, mit dem Schreiben zu beginnen. Wir unterstützen Sie dabei mit konkreten Tipps, je nachdem, welchen Zweck Ihre Buchklappe erfüllen soll.
Autorenbiografie: Was gehört hinein und was nicht?
In der Regel wollen wir nicht nur etwas lesen, sondern auch jemanden kennenlernen. Eine gute Biografie ermöglicht es dem Leser, den Autor hinter dem Werk zu entdecken. Selbst wenn es sich um einen bereits etablierten Autor handelt, dessen vorherige Werke der Leser bereits kennt, schafft die Biografie eine emotionale Verbindung und verleiht dem Werk Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit.
Die Frage ist: Wie nutzen Sie den Platz auf der Buchklappe, um eine überzeugende Biografie zu verfassen?
- Auch wenn Sie eine ausführlichere Biografie besitzen, fassen Sie sich für die Klappe kurz und beschränken Sie sich auf das Wesentliche und Relevante.
- Unterschätzen Sie sich nicht. Selbst wenn es Ihr erstes Werk ist, erzählen Sie von Ihrer bisherigen Laufbahn (z. B. wenn Sie in einem Blog geschrieben haben).
- Übertreiben Sie aber auch nicht. Ihr Ego sollte nicht Ihre Biografie schreiben. Denken Sie daran, dass Sie Ihr Leben erzählen, um eine Verbindung zum Leser herzustellen und einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
- Seien Sie ehrlich. Wie bei Lebensläufen neigen manche dazu, in Biografien zu schummeln, um sie interessanter zu machen. Doch das ist keine gute Idee, denn der Leser möchte Sie kennenlernen – nicht beurteilen. Bleiben Sie also authentisch.
- Vermeiden Sie persönliche Details, die nicht relevant sind – weder für Ihr Schreiben noch für Ihre professionelle Laufbahn. Dass Sie in Mexiko waren oder in einem bestimmten Unternehmen gearbeitet haben, ist unwichtig (es sei denn, die Handlung spielt in Mexiko oder in diesem Unternehmen und diese Details verleihen Ihrer Geschichte Glaubwürdigkeit).
- Vergessen Sie nicht die wichtigsten Angaben in jeder Biografie (Geburtsdatum und -ort, akademische Ausbildung, frühere Bücher – falls vorhanden).
- Schreiben Sie in der ersten Person, wenn Sie Nähe vermitteln möchten, oder in der dritten Person, wenn Sie Objektivität ausstrahlen wollen.
- Fügen Sie ein Foto hinzu, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Autorenfoto: Empfehlungen und Best Practices
Der letzte Tipp – ein Foto in die Biografie aufzunehmen – mag Sie vielleicht sogar nervös machen. Welches Foto ist das richtige? Wie hinterlasse ich einen guten Eindruck? Wie drücke ich meine literarische Qualität in einem einzigen Bild aus?
Das sind wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie Ihr Autorenfoto auswählen. Es wird sogar empfohlen, ein speziell für diesen Zweck aufgenommenes Foto zu verwenden – und nicht einfach ein altes oder zufällig entstandenes Bild.
Ob Sie einen Fotografen beauftragen oder nicht, hier sind einige Tipps, damit das Foto seinen Zweck erfüllt:
- Machen Sie das Foto erst, nachdem Sie die Biografie geschrieben haben. Das Bild sollte das Gleiche vermitteln wie der Text. Eine Biografie in lockerem oder humorvollem Ton passt zu einem farbigen Foto, auf dem Sie lächeln. Eine professionellere Biografie in der dritten Person harmoniert besser mit einem Foto im Stil eines Bewerbungsbildes.
- Es sollte ein Porträt sein (aber kein Selfie). Ein Ganzkörperbild wirkt distanziert und unpersönlich.
- Achten Sie darauf, scharf zu stellen und vermeiden Sie Blitzlicht – natürliches Licht ist besser.
- Nehmen Sie eine passende, aber bequeme Pose ein.
- Seien Sie allein auf dem Foto.
- Lassen Sie sich von Seiten wie Pinterest inspirieren, aber schauen Sie sich auch die Klappen Ihrer Lieblingsbücher an. Wie präsentieren sich Ihre Lieblingsautoren?
- Wenn Sie das Coverdesign und die Farbpalette noch nicht kennen, tragen Sie neutrale Farben. Falls Sie es wissen, wählen Sie Kleidung, die zu den Buchfarben passt.
- Machen Sie nicht nur ein Foto in einer Pose. Variieren Sie, um Optionen zu haben und sich vor der Kamera wohler zu fühlen.
- Falls Sie das Foto nicht selbst gemacht haben, stellen Sie sicher, dass Sie die Nutzungsrechte besitzen, um es kommerziell verwenden zu dürfen.
Wie schreibt man eine ansprechende Inhaltsangabe?
Obwohl es offensichtlich klingt: Der erste Tipp für eine gute Inhaltsangabe ist, die Geschichte sehr gut zu kennen und sie mehrmals zu überarbeiten. Daher ist niemand besser geeignet, sie zu schreiben, als der Autor selbst.
Ein zweiter Tipp: Die Inhaltsangabe darf nicht die gesamte Handlung verraten, sonst weiß der Leser bereits alles – und wer mag schon Spoiler? Das Ziel ist es, den Leser zum Lesen zu motivieren, nicht das Gefühl zu vermitteln, er kenne die Geschichte bereits.
Schließlich empfiehlt es sich, knapp und prägnant zu bleiben, um den Leser nicht zu langweilen, aber dennoch genug Neugierde zu wecken. Um zu überprüfen, ob Ihnen das gelungen ist, zeigen Sie eine fast fertige Version jemandem, der Ihr Werk bereits gelesen hat (vielleicht einem Kollegen oder Familienmitglied). Fragen Sie nach ehrlichem Feedback: Weckt der Text wirklich Interesse und gibt er einen Einblick in die Handlung, ohne zu viel zu verraten?
Die Bedeutung von Qualität und Relevanz von Leserstimmen
Falls Sie bereits Bücher mit Leserstimmen oder Kritiken auf der Klappe gesehen haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass diese Meinungen von Personen mit einer gewissen Relevanz oder Autorität stammen (wie Journalisten oder andere Schriftsteller).
Zwar würde jeder Autor gerne das Lob großer Namen der Literatur erhalten, doch das ist nicht immer möglich. Besonders nicht für unbekannte oder selbstverlegende Autoren.
Doch nicht nur Prominente sind relevant. Auch Leser zählen. Daher empfehlen wir Ihnen, Personen, die Ihr Werk (oder frühere Werke) bereits gelesen haben, um ein kurzes Statement zu bitten. Bitten Sie sie, es auf einen Zettel oder eine Notizkarte zu schreiben, um sie zur Kürze zu zwingen. Der Platz auf der Klappe ist begrenzt.
Sie denken vielleicht: Wenn das Buch noch nicht veröffentlicht ist, wie soll ich dann bereits Leser haben? Das ist richtig, daher werden Leserstimmen auf Klappentext oft erst ab der zweiten Auflage eingefügt. Eine weitere Strategie, die viele Verlage verfolgen – und die auch ein unabhängiger Autor nachahmen kann – besteht darin, das Manuskript (auch wenn es noch nicht offiziell veröffentlicht ist) an Kritiker oder Journalisten zu senden. Falls Sie keine Kontakte zu großen Medien haben oder unsicher sind, ob diese auf Sie reagieren, ziehen Sie in Betracht, erste Exemplare an Blogger oder Bookstagrammern zu schicken.
“Schreiben ist immer Protest, auch wenn es gegen einen selbst gerichtet ist.”
– Ana María Matute
Was gehört auf die Buchklappe und wie gestaltet man sie?
Bisher haben wir darüber gesprochen, wie man den Text für die Buchklappe verfasst. Doch noch nicht behandelt wurde das editoriale Design.
Die Buchklappe ist Teil des Buchcover-Designs. Daher geht es nicht nur darum, den Text einzufügen, sondern auch Fragen zu Maßen, Schriftart, Farben und Positionierung zu klären.
Welche Arten und Maße von Buchklappen gibt es?
Wie bereits erwähnt, sind Buchklappen eine Verlängerung des Umschlags, die nach innen gefaltet wird. Doch wie lang sollte diese Verlängerung sein? Die Antwort hängt von den Abmessungen des Buches und dem gewünschten Platz ab. Als grobe Orientierung gilt: Die Klappen sollten etwas mehr als die Hälfte der Breite des Buchrückens messen. Ein Beispiel:
Bei einem Buch, dessen Vorder- und Rückseite jeweils 15 cm breit sind (ohne den Buchrücken zu berücksichtigen), sollte die Klappe etwa 8 cm messen.
Die Gesamtbreite des Umschlags (also Vorderseite, Rückseite und beide Klappen) wäre demnach: 15 + 8 + 15 + 8 = 46 cm. Zu dieser Zahl müsste noch die Breite des Buchrückens hinzugerechnet werden.
Designtipps: Schriftart, Abstand, Farben und mehr
Da die Buchklappe Teil des Bucheinbands ist, sollte ihr Design nahtlos in dieses integriert werden. Hier sind einige Empfehlungen, um dies zu erreichen:
- Denken Sie immer daran, dass die Klappen eine Erweiterung des Umschlags sind. Daher ist es logisch, dass sie dieselbe Farbe (oder eine passende Komplementärfarbe) haben und die Schriftart mit den anderen Texten (nicht den Titeln) auf dem Umschlag übereinstimmt (z. B. dieselbe Schriftart wie auf dem Buchrücken).
- Priorisieren Sie immer die Lesbarkeit des Textes. Denken Sie daran: Der Text auf der Buchklappe soll den Leser dazu bringen, sich für Ihr Buch zu entscheiden. Dafür muss er ihn jedoch zunächst lesen können. Wählen Sie daher eine klare Schriftart und eine Textfarbe, die sich gut vom Hintergrund abhebt.
- Verwenden Sie visuelle Elemente, die Informationen vermitteln und ansprechend wirken. Neben dem Autorenfoto können Sie Symbole (z. B. fünf Sterne im Bereich der Leserstimmen), Linien zur Hervorhebung von Informationen oder Abbildungen früherer Buchcover einbauen.
- Überladen Sie die Buchklappe nicht. Auch wenn Sie denken, dass genug Platz für mehr Text oder Elemente vorhanden ist, streben Sie immer nach Prägnanz. Sowohl im Inhalt als auch in der Darstellung.
- Verwenden Sie ein professionelles Designprogramm. Programme wie Adobe InDesign oder Canva bieten Vorlagen, die Ihnen bei der Gestaltung helfen. Alternativ können Sie den Cover-Designer von Coollibri nutzen. Mit diesem Online-Tool können Sie Ihr Design an die richtigen Maße anpassen, eine 3D-Vorschau erhalten und Ihr Buch druckfertig vorbereiten.
Wie integriert man die Buchklappe in das Gesamtdesign des Buches, einschließlich Vorder- und Rückseite?
Wenn Sie sich verschiedene Buchklappen angeschaut haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass die Art der Integration variieren kann. Bei manchen Büchern hat die Klappe eine andere Farbe als der Umschlag, passt aber farblich dazu. In anderen Fällen setzt sich das Design der Vorderseite nahtlos auf der Klappe fort (z. B. ein Muster, das auf dem Umschlag „abgeschnitten“ erscheint, sich aber auf der Klappe fortsetzt).
Der Schlüssel liegt immer darin, Kohärenz und Flüssigkeit im Design zu erreichen – auf welche Weise auch immer. Dies kann durch die Fortführung von Designmustern, Farben oder Hintergrundbildern gelingen oder dadurch, dass die Designelemente, auch wenn sie nicht identisch sind, harmonisch zueinander passen.
Um diese Flüssigkeit im Design zu gewährleisten, ist es entscheidend, den Umschlag als Ganzes zu betrachten.
“Ich lese viel, dann denke ich nach und mache viele Skizzen. Ich gehe nie an den Computer, ohne vorher Ideen zu haben.”
– Noma Bar
Häufige Fehler bei der Gestaltung von Buchklappen – und wie man sie vermeidet
Bevor wir diese Anleitung zur Gestaltung von Buchklappen abschließen, möchten wir auf die häufigsten Fehler hinweisen und betonen, wie wichtig es ist, sie zu vermeiden.
- Design- und Formatierungsfehler: Entweder, weil die Kohärenz mit dem Umschlagdesign nicht beachtet wurde, oder weil die richtigen Maße nicht berücksichtigt wurden. Da Fehler menschlich sind, empfehlen wir, Druckproben anzufertigen, um das Endergebnis zu überprüfen.
- Irrelevanter oder zu ausführlicher Inhalt: Wir können es nicht oft genug betonen – bei der Gestaltung von Buchklappen ist Prägnanz das A und O. Wer dies nicht beachtet, riskiert, den Leser zu langweilen oder ihn mit zu vielen Informationen zu überfordern, statt sein Interesse zu wecken.
- Die Erwartungen der Zielgruppe nicht treffen: Wie bei allem, was mit dem editorischen Design eines Buches zu tun hat – also dem Ersten, was der Leser sieht –, ist es wichtig, die Zielgruppe und das Wesen des Buches zu kennen. Ein junges Publikum interessiert sich beispielsweise möglicherweise weniger für Kritikerstimmen, sondern mehr für eine spannende Inhaltsangabe oder Informationen über den Autor.
- Unordnung im Inhalt: Egal, für welchen Inhalt Sie sich auf der Klappe entscheiden – mischen Sie nicht alles durcheinander. Das bedeutet: Leserstimmen, Biografie und Inhaltsangabe auf einer Klappe unterzubringen, ist keine gute Idee. Der Text wirkt (und ist) dann unorganisiert und schwer verständlich.
- Schlechte Qualität: Die Druckqualität ist sowohl innen als auch außen wichtig. Achten Sie daher darauf, dass der Text auf der Klappe (und allen anderen Elementen) gut lesbar ist. Ebenso sollte das Autorenfoto – falls Sie eines einbinden – in hoher Auflösung vorliegen.
- Grammatikfehler: Den Rechtschreibprüfer sollten Sie auch für den Text auf der Buchklappe verwenden. Oft konzentrieren wir uns auf die Korrektur des Buchinhalts, vernachlässigen aber die Klappe.
Alles, was Sie bei der Gestaltung Ihrer Buchklappe beachten sollten
In diesem Artikel haben wir gesehen, warum die Buchklappe zu einem wichtigen Marketinginstrument und einer Chance wird, Ihr Buch ins rechte Licht zu rücken.
Das Design einer Buchklappe muss daher sowohl den Inhalt als auch die ästhetische Präsentation berücksichtigen. Das Ziel ist es, das Interesse des Lesers zu wecken. Dafür ist es entscheidend, dass der Text – ob Autorenbiografie, Inhaltsangabe oder Leserstimmen – überzeugend und ansprechend formuliert ist.
Wenn Sie Ihr Buch selbst verlegen, vergessen Sie nicht die Bedeutung der Buchklappe. Überlegen Sie genau, welche Vorteile sie bietet. Falls Sie sich für eine Klappe entscheiden, denken Sie daran: Damit sie ihren Zweck erfüllt, müssen Sie sich sowohl beim Schreiben als auch beim Design Mühe geben.
Bei Coollibri Deutschland stehen wir Ihnen jederzeit zur Seite. Nicht nur bei der Gestaltung Ihrer Buchklappe, sondern auch bei allen anderen Schritten der professionellen Buchproduktion. Wir verfügen über die Tools und das Fachwissen, das Sie suchen.
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Ob Inhaltsangabe, Biografie oder Leserstimmen – wir helfen Ihnen, Ihre Buchklappe optimal zu gestalten und Ihr Buch erfolgreich zu vermarkten.